Donnerstag, 19. August 2010

meine Oma...


Der Tag fing so gut an...Doch alles sollte anders sein.

Meine Oma, die für mich meine Familie war, hat mich letzte Woche angerufen und mir gesagt dass sie wieder ins KH muss und wohl auch wieder operiert werden muss aufgrund ihrer schweren Diabetes. Ihre Füße waren völlig zerfressen und die Krankheit war so hart. Schon seit Jahren hat sie Schmerzen und war sehr oft im KH zu verschiedenen OP´s. Ich hatte mit ihr ausgemacht dass ich mittwoch meinen Opa anrufe und nach ihrer KH Telefonnummer frage, weil bis Mittwoch sicher schon ein paar Untersuchungen waren udn es da vllt. schon neues gibt. Ich ruf also gestern Abend meinen Opa an und er sagt "Schatz, ich muss dir was schlimmes sagen". Sie ist bei der letzten OP nicht mehr aufgewacht... Das darf doch nicht wahr sein! Meine Oma! Sie gehört auf diese Erde! Zu meinem Opa, zu mir und meinem Bruder! Nein nicht sie...
Demnach konnt ich noch nein sagen und bin danach zusammen gebrochen. Ich weiß dass es für meinen Julian nicht gut ist wenn ich mich so aufrege, aber wie soll ich mich jetzt im Griff haben?!
Was ist mit meinem Opa? Wie soll ich mich jetzt verhalten? Soll ich wie mein Bruder, nach Hause fahren? Dann heulen wir zu 3. Ich fühle mich hin und her gerissen. Will nicht das jemand denkt ich lasse sie im Stich. Aber ist das nicht dann zuviel für Julian und mich? Im September ist die Beerdigung, 1 Tag vor ihrem 80.Geburtstag, da fahr ich natürlich hin.
Ich kann es nicht glauben...
Sie hat letzte Woche noch geschimpft über meinen Opa, sie meinte sie würde so gern den Kinderwagen von Julian schieben... Mein Bruder hat ihr versprochen dass sie sich dieses Jahr noch sehen... Wie kann das sein?!

Ich versuche mich hier im Griff zu haben, aber immer wieder kommen die Tränen. Die Gedanken "sie hat Blumen, Veilchen, geliebt. Sie hat Nougat essen geliebt und überall heimlich schoko liegen gehabt damit Opa nichts merkt und sie doch mal ein stück naschen kann", sie war immer für mich und meinen Bruder da!
Meine Mama ist gestorben als ich 12 war. Ich war damals nicht bei ihr im KH und bereue es bis heute. Damals war mir nicht klar dass man eventuell nicht mehr rauß kommt. Ich habe mir geschworen dass niemals wieder jemanden so im Stich lasse. Und jetzt waren wir wieder nicht da... Grad bei den beiden liebsten Menschen in unserem Leben...

Oma, ich liebe dich und ich werde dich nie vergessen! Du hast jetzt keine Schmerzen mehr und du wirst immer bei mir sein!

4 Kommentare:

  1. Oh meine Süße..

    Was ich da lesen muss tut mir soo unendlich leid.
    Ich kann es nicht in Worte fassen was ich empfinde und denke, aber Worte können eh nicht helfen.

    Ich weiß auch nicht was ich dir raten soll, eben wegen Julian, aber wenn es dich beruhigt (wenn nicht jetzt dann aber später), dann fahre zu deinem Opa und seid für euch da..
    Du musst deine Trauer los werden, es verarbeiten - und vor allem für deinen Opa da sein. Aber wenn es dir zu schlecht deswegen geht, solltest du vielleicht deinen FA dazu befragen. Ich weiß es nicht...

    Mir tut das alles so unendlich leid und möchte nicht in deiner Haut stecken.

    Schreib dir alles von der Seele, du bist nicht allein. Gern kannst du mir auch Mails schicken.. Muss ja nicht hier sein, wenn du nicht möchtest...

    Ich drücke dich...

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    Das Leben ist vergänglich -
    doch die Liebe, Achtung und Erinnerungen,
    bleiben für immer.

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  2. Danke Stephie! Ich versuch schon immer meinen Vater zu erreichen, er ist Sanitäter und kann mir vielleicht auch was raten. Noch dazu weil er mit meinem Opa jetzt zusammen alle Wege erledigt und ich nicht weiß ob ich jetzt überhaupt hilfreich für irgendwen bin...

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  3. ich schick euch einen stillen gruß und in dieser harten zeit vorallem ganz viel kraft...

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  4. Ich schließe mich von Herzen an, Kleines. Das tut mir so leid!

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